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Weg mit der Schulpflicht – Heimunterricht funktioniert

4 Kommentare

Über Nacht wurde durch den Corona-Shutdown zwingend notwendig, was in Deutschland unter Strafe verboten ist: Homeschooling. Die Schulpflicht galt bis dato als unantastbar. Bis auf wenige Ausnahmen wagte sich niemand daran zu zweifeln und das obwohl die Schulpflicht auf ein Gesetz aus den dunkelsten Jahren deutscher Geschichte zurückgeht. Ist die Zeit reif, für einen Systemwandel? Eine aktuelle Studie zu diesem Thema legt den Schluss nahe.

Mit den deutschlandweiten Schulschließungen im Zuge der Corona-Krise wurden von jetzt auf gleich tausende Eltern zu Homeschoolern. Eine für deutsche Verhältnisse komplett ungewohnte Situation, mit der die allermeisten Familien aber gut zurechtkommen, wie eine aktuelle Untersuchung der Hamburger Elternkammer zeigt. Von den mehr als 20.000 befragten Teilnehmern waren 73% mit dem Heimunterricht tendenziell zufrieden; den Schwierigkeitsgrad der Aufgaben fanden 71% angemessen. Auch die Leistung und die Hilfsangebote der Schule wurden insgesamt positiv bewertet. Nur etwa ein Viertel der Eltern fühlte sich in der jetzigen Situation belastet. Allerdings gaben 45% der Eltern an, dass diese Belastung bei Andauer des Heimunterrichts zunehmen würde. „Obwohl sich Handlungsfelder und Herausforderungen ergeben haben, hat sich auch gezeigt, dass Fernbeschulung-Strukturen zum Teil sehr gut arbeiten“, so das Fazit der Umfrage.

Kein dauerhaftes Modell?

Der Hamburger Schulsenator Ties Rabe kommentierte allerdings, dass dieses Modell auf Dauer nicht haltbar sei: „Es zeigt sich aber auch, dass Homeschooling keine dauerhafte Alternative zu echtem Unterricht ist“. Angesichts der überwiegend positiven Umfrageergebnisse erstaunt dieser negative (Fehl-)Schluss. Ja, an Schwierigkeiten mangelt es nicht. Was aber angesichts der improvisierten Umstände kaum verwundert. Dorothea Hageböck, die mit ihrer Familie vor über 10 Jahren für den Heimunterricht ins Elsass zog, fasst das so zusammen: „Kinder mit Aufgaben an den Tisch zu setzen und zu meinen, alles laufe von alleine, führt nur zu Frust. Autodidaktisches Lernen will gelernt sein“.

Aber, Übung macht den Meister, und man kann erwarten, dass sich viele Probleme wie z.B. mangelhafte Kommunikation zwischen Familie und Schule, Sorgen um Abschlussprüfungen etc. mit der Zeit bewältigen lassen. Zum Beispiel durch Kooperation und gegenseitige Hilfe unter Familien, was ein wesentlicher Anteil der Homeschooling-Kultur ist, wie das Ehepaar Hageböck betont: „Keine Familie, die in den letzten Jahren ins Elsaß auswanderte, ist für sich abgeschottet. (…) Gemeinsam treiben wir Sport, machen Exkursionen, teilen uns Privatlehrer, weisen uns auf Bildungsangebote hin, stehen im Kontakt, sind weltweit vernetzt…“

Ein Verbot, das der Realität nicht entspricht

Die Argumente für eine Aufhebung des Heimunterrichtsverbots, das seit 1938 in Deutschland besteht, sind zahlreich und überzeugend. Studenten, die vorher zu Hause unterrichtet wurden, schneiden im Studium deutlich besser ab. Die besten Colleges in Amerika, wie Harvard, MIT, Stanford und Duke, werben sogar aktiv um Homeschooler. Verschiedene Studien belegen zudem, dass sich Homeschooler intensiver in die Gesellschaft einbringen, dass sie bessere Führungsqualitäten und mehr Selbstbewusstsein aufweisen sowie weniger problematische Verhaltensweisen. Entgegen gängiger Behauptungen sorgt der Heimunterricht im Vergleich zum Schulunterricht für ein besseres soziales Lernen.

All dies erklärt auch, warum Homeschooling längst nicht mehr nur von religiösen Familien bzw. aus religiösen Gründen praktiziert wird. Immer häufiger sind es eher „Bedenken hinsichtlich des schulischen Umfelds, wie Sicherheit, Drogen oder negativen Gruppendruck“ oder auch die „Unzufriedenheit mit dem akademischen Unterricht“, die Eltern nach Alternativen zur Schule suchen lassen.

Gewiss können nicht alle Familien die Herausforderungen des Heimunterrichts meistern. Nicht für jede Familie ist dies der geeignete Weg. Aber dort, wo der Heimunterricht angegangen wird, klappt er in den allermeisten Fällen sehr gut. Auch in Deutschland sollten die Familien deshalb endlich die Freiheit haben, legal tun zu können, was in allen unseren Nachbarländern möglich ist: seine Kinder daheim selbst zu unterrichten.

Eine deutschlandweite Elternbefragung zur Homeschooling-Erfahrung in Corona-Zeiten erstellt von der Universität Koblenz finden Sie hier: Jetzt mitmachen (20-30 min.)

Der Elternverein NRW führt auch zur Zeit eine Online-Befragung zum Thema Heimunterricht durch. Wir laden alle Eltern in NRW dazu ein, daran zahlreich teilzunehmen!

4 thoughts on “Weg mit der Schulpflicht – Heimunterricht funktioniert

  1. öffentliche Schulen finde ich ok. aber manche Kinder vertragen das Klima in einer 26-kinder- Klasse nicht und gehen da auch unter. Deutschland und andere Länder haben ja jetzt mitbekommen dass Eltern sehr wohl in der Lage sind,ihre Kinder zu unterrichten. und ich finde, wer weiterhin die eigenen Kinder Zuhause unterrichten möchte, sollte das tun können , ohne mit dem Gesetz in Konflikt zu kommen. das sollte erlaubt sein. und man muss sich fragen , wer kennt die Kinder besser oder länger: die Eltern oder die Schulbehörden

  2. Hallo! Wo ich das gelesen habe ist mir das Blut in den Adern gefroren ich sitze gerade an den Aufgaben die wir bekommen haben und könnte mir NIEMALS vorstellen so für immer zu leben und mit meinen Eltern dauerhaft zusammen zu hocken!! Wenn ihr meint mit „die Freiheit der Famielien“ meint ihr die Freiheit der Eltern nicht etwa auch die der Kinder welche durch zunehmende Überführsorge der Eltern dann noch mehr eingeschränkt wird. Ja natürlich ist die Studie für euch so positiv weil nur Eltern befragt wurden sind.
    Für solche Verbände wie Demo für alle ist Covid-19 natürlich ein gefundenes Fressen um das was vor langer zeit mit der Schulpflicht erarbeitet wurden ist wieder kaputt zu machen. Erlaubtes Homeschooling ist gegen die Gleichheit der Kinder. Die Tatsache wer gute Eltern hat hat Glück wer schlechte hat Pech ist auch heute schon mehr als genug vorhanden dann noch mehr! Zumindest wenn die Eltern das allein entscheiden. In Schweden ist Homeschooling zwar erlaubt die Eltern dürfen den Kindern jedoch dort nicht verbieten zur schule zu gehen, so wäre es ok. Die USA ist kein Maßstab für uns denn dort sind Kinderrechte sowieso nicht gut ausgeprägt. Die haben noch nicht mal die UN Kinderrechtskonvention ratifiziert, körperliche Züchtigung von Kindern durch Eltern sind dort nicht verboten, Bootcamps und vieles mehr.
    Ich hoffe nur das sich eine solch irrsinnige Idee nicht noch wirklich durchsetzt.

    • Dass jemand seine Eltern nicht erträgt und lieber ins Schulgebäde will, kann ich mir gut vorstellen. Ein Zwang zum Homeschooling — so wie es jetzt einen Zwang zum Gang ins Schulhaus gibt — ist ja auch gar nicht angedacht. Zur Debatte steht meines Wissens nur ein Homeschooling, wenn Eltern UND Kind sich darauf einigen.
      Bedenke bitte, dass es für manche Schüler andersherum ist: Die Schule ist der Horror, nicht das Elternhaus. Manchmal gibt es in der ganzen Umgebung keine erreichbare „horrorfreie“ Schule.

      Den einen Satz mit „das was vor langer zeit mit der Schulpflicht erarbeitet wurden ist wieder kaputt zu machen…“ würde ich mal lieber zurücknehmen. Es waren die Nazis, die diese Schulpflicht aus durchschaubaren Gründen „erarbeitet“ haben…

      • Kinder können diese Frage nicht wirklich beantworten. Eltern haben nicht das Recht, ihren Kindern Schule vorzuenthalten. Auch im optimalsten Fall können Eltern die Schule nicht ersetzen. Das Nazi-Argument ist m.E. kein wirkliches. Es beseitigt nicht, dass die Gründe, die gegen Homeschooling sprechen, eindeutig überwiegen.