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Corona-Krise: Eine Chance für Heimunterricht?

9 Kommentare

Die Corona-Pandemie stellt unser gewohntes Leben auf den Kopf: Home Office, Quarantäne, soziale Distanz etc. Plötzlich sind alle Familienmitglieder zuhause – 24 Stunden, sieben Tage die Woche. Eine Situation, die man sonst nur aus den Sommer- oder Weihnachtsferien kennt. Mit einem entscheidenden Unterschied: Normalerweise müssten die Kinder jetzt Schulstoff pauken und für ihre Klausuren oder gar Abschlussprüfungen büffeln. Aber die Schulen sind dicht. Was also tun?

Wachsendes Interesse an Heimunterricht

In der Corona-Krise steigt auf einmal das Interesse an einem Konzept, das in Deutschland eigentlich keinen allzu guten Ruf genießt: Heimunterricht. Seit Anfang März nahmen in Deutschland und weltweit die Google-Suchen nach Begriffen wie „Homeschooling“, „Hausunterricht“ oder „Heimunterricht“ signifikant zu. Die ZEIT veröffentlicht „ein kleines Best-of-Homeschooling 1.0“, der Bayerische Rundfunk und das bayerische Kultusministerium stellen eine neue Mediathek „Schule daheim“ zur Verfügung und die FDP Brandenburg fordert „eine Bildungspflicht, die es ermöglicht, schulpflichtige Kinder ab sofort zu Hause zu unterrichten“.

Eine „Mamabloggerin“ gibt fünf Tipps, wie man den Heimunterricht strukturiert, abwechslungsreich und kreativ gestaltet (inklusive einem „familieninternen Buchclub“ und „familiären Musizieren“) und eine Unternehmerin und Mutter bietet einen umfangreichen Überblick über digitale Lernplattformen, mithilfe derer Eltern ihre Kinder daheim unterrichten können.

In Österreich, wo Heimunterricht generell erlaubt ist, erhalten Eltern sogar vom Bildungsministerium zahlreiche Empfehlungen für Unterrichtsmaterialien und Lernportale.

Nicht nur in der Krise: Heimunterricht bietet viele Vorteile

Zwar haben Eltern aktuell kaum eine andere Wahl, als ihre Kinder zuhause zu unterrichten, denn die Schulschließungen sind, wie Stefanie Hubig, Präsidentin der Kultusministerkonferenz, sagt, „keine vorgezogenen Osterferien, sondern weiterhin Schulzeit, in der alternative Lernangebote zur Verfügung gestellt werden“.

Jedoch bietet die Corona-Krise unserer Gesellschaft eine neue Perspektive auf den Unterricht von Kindern und Jugendlichen. Die deutsche Politik sollte Heimunterricht eine Chance geben und die Schulpflicht auf Dauer in eine Bildungspflicht umwandeln, wie es in den meisten unserer Nachbarländer i.Ü. absolut üblich ist. Damit würde der Unterricht nicht nur in etwaigen zukünftigen Krisen aufrechterhalten, sondern auch die vielen weiteren positiven Aspekte von Heimunterricht könnten genutzt werden: Maximale individuelle Betreuung des einzelnen Kindes, abwechslungsreiche und innovative Lernmethoden, Vertiefung der Eltern-Kind-Beziehung, Stärkung des familiären Miteinanders und der sozialen Kompetenzen durch generationenübergreifendes Lernen.

Zudem legen mehrere Studien aus den USA und Australien nahe, dass Kinder, die zuhause unterrichtet werden, durchschnittlich bessere Ergebnisse in Leistungstests, bessere Noten und höhere weiterführenden Abschlüsse erlangen sowie sich mehr ehrenamtlich engagieren. Nicht zuletzt ist die Möglichkeit des Heimunterrichts ein Zeichen für echte Wahlfreiheit für Familien.

Eine wichtige Lehre aus der Corona-Krise kann also bereits jetzt gezogen werden: Heimunterricht ist machbar und bietet viele Vorteile. Wird die deutsche Politik daher dem Vorbild der meisten europäischen Nachbarn folgen und Heimunterricht zulassen?  

9 thoughts on “Corona-Krise: Eine Chance für Heimunterricht?

  1. Gibt es momentan irgendwelche Aktiven, die sich dafür einsetzen, dass auch nach der Corona-Krise Homeschooling eine legale Möglichkeit für Familien wird, die aus welchen Gründen auch immer das für eine Alternative zur staatlichen Schule für Ihre Kinder halten und nun gute Erfahrungen damit gemacht haben?

    Ich vermute, dass sich nach diesen Wochen mit Schule zu Hause für manche die Fragen stellen wird, warum man nicht zuhause die Bildung der Kinder gewährleisten kann. Wahrscheinlich wird es nicht die große Mehrheit wollen, aber sollte es nicht, für die, die das möchten, eine Möglichkeit dazu geben? Es scheint mir ein geeigneter Zeitpunkt dass darüber nachgedacht wird, auch von politischer Seite.

    Das Zitat der FDP Brandenburg scheint mir allerdings eher auf die Krise gemünzt zu sein und nicht allgemein, oder gibt es da weitere Ambitionen?

    Wer da mehr weiß – ich wäre interessiert!

  2. Dieses Verbot Hl. Messen mitfeiern zu dürfen finde ich vollkommen unangemessen und unbarmherzig.
    Es beraubt mich meiner Kraft, verletzt mich zutiefst.

    Unsere Kirchen sind groß genug um den vorgeschriebenen Abstand halten zu können.

  3. Die Corona-Krise zeigt es erst recht, Homeschooling gehört untersagt.
    Nach einer Woche Homeschooling hat man schon mehr als genug. Und das ist ja noch nicht einmal Homeschooling. Selbständiges Durcharbeiten von Arbeitsaufträgen bei den Großen, auszufüllende Blätter bei den Kleinen, alles von den Lehrern hergestellt, die ständig Kontakt halten. Es gibt kein einziges Elternpaar, das das leisten könnte, auch nicht im optimalsten Fall. Dieser Zustand jetzt ist der Not geschuldet. Das Schönreden(„individuelle Förderung“) ist eine Verkennung dessen, was Lehrer leisten und welch hohes fachliches Niveau sie haben. Von der Klassen- und Schulgemeinschaft, die man den Kindern nimmt, und der Erfahrung von Unterricht, einmal ganz abgesehen.

  4. Besonders für Schüler, die jetzt wegen der Corona-Krise zu Hause bleiben müssen, können auf meiner Seite Vieles in allen Fächern spielerisch mit Arbeitsblättern oder YOUTUBE-Videos lernen. Ein Beispiel jetzt für die Blumen im Frühling: https://www.youtube.com/watch?v=ZiF3fGULjgA

  5. Sehe ich auch so. Ich bin gläubiger Christ. Aber letztendlich müssen wir auch Weise sein. In dieser Situation sehe ich Versammlungen in Gottesdiensten tatsächlich kritisch. Wir als Christen müssen uns vorbildlich verhalten und niemanden in die Gefahr einer Ansteckung bringen.

  6. Sehr unangenehm ist das Gottesdienstverbot. Gerade in Zeiten der Not braucht es Gottesdienste. Das Verbot könnte sogar (in Deutschland) verfassungswidrig sein. Das Infektionsschutzgesetz erlaubt zwar eine Einschränkung der Versammlungsfreiheit, aber keine Einschränkung der Religionsausübung gemäß Artikel 4 GG. Damit sollten immer noch Gottesdienste mit reduzierter Teilnehmerzahl und ausreichendem Abstand möglich sein.
    Wie wäre es, das juristisch prüfen zu lassen? Es könnte vor den Landes-Verwaltungsgerichten geklagt werden. Eventuell könnte auch eine Petition gestartet werden.

    • Nein, das ist sicher nicht verfassungswidrig. Erstens zielt es überhaupt nicht auf die Religionsfreiheit ab, diese ist nur mittelbar betroffen. Zweitens gerechtfertigt durch überwiegende Gründe. Ähnlich wie, auf einfach-gesetzlicher Ebene, die Schulschließung auch kein Verstoß gegen die Schulpflicht ist.