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Ehe und Familie vor! Stoppt Gender-Ideologie und Sexualisierung unserer Kinder

Österreich: LGBT-Lobby bekämpft wertorientierte Sexualerziehung

8 Kommentare

Das wertorientierte Aufklärungsmodell TeenSTAR steht in Österreich aktuell unter massivem Beschuss. Verschiedene Medien berichten, dass das österreichische Bildungsministerium die Arbeit von TeenSTAR an Schulen aufgrund ihrer inhaltlichen Ausrichtung verboten hätte.

Hintergrund sind angeblich „geheime, interne Schulungsunterlagen“, die die Zeitung „Falter“ von der LGBT-Lobbygruppe „Homosexuelle Initiative Salzburg“ (HOSI) erhalten habe, laut TeenSTAR allerdings nicht mehr aktuell sind. Die HOSI wirft TeenSTAR vor, „ideologisch geprägt“ und „manipulativ“ zu sein. „Unter gesundheitspräventiven Gesichtspunkten“ sei das Projekt abzulehnen, so die HOSI-Bildungsbeauftragte Kathleen Schröder. Laut Medienberichten hat daraufhin das Bildungsministerium angekündigt, die Zusammenarbeit von Schulen mit TeenSTAR zu untersagen.

Hierbei scheint es sich jedoch um eine Falschmeldung zu handeln. In einer Stellungnahme von TeenSTAR heißt es, dass die Landesschulräte dem Bildungsministerium alle Anbieter sexualpädagogischer Programme zur Überprüfung melden müssen: „Weder daraus noch aus anderen bisherigen Meldungen ist TeenSTAR irgendeine Anweisung, Absicht, Absichtserklärung oder auch nur Anregung von Seiten des Bildungsministeriums bekannt, die von einer Kooperation mit dem Angeboten von TeenSTAR abraten würden.“ Laut kath.net soll im Laufe der Woche ein Gespräch zwischen TeenSTAR und dem Bildungsministerium stattfinden, das wiederum unter großem Druck von LGBT-Lobbygruppen stehe.

Anpassung an „Grundsatzerlass Sexualpädagogik“ gefordert?

Zu einem Verbot der Arbeit von TeenSTAR an österreichischen Schulen könnte es jedoch tatsächlich kommen: Die Zeitung „Der Standard“ behauptet, das Bildungsministerium fordere eine Anpassung des Konzeptes an den „Grundsatzerlass Sexualpädagogik“, andernfalls werde eine Zusammenarbeit nicht möglich sein. Einer wertorientierten Sexualerziehung steht dieser Grundsatzerlass jedoch deutlich entgegen. In ihrer ausführlichen Analyse resümiert die „Initiative für wertvolle Sexualerziehung“: „Die Tatsache, dass in dem Erlass über Sexualpädagogik die Worte Liebe, Familie und Elternschaft nicht einmal vorkommen, macht deutlich, dass dadurch das langfristige Ziel verfolgt wird, das derzeitige familienorientierte Gesellschaftsmodell umzubauen und durch die Ideologie der sogenannten “Sexuellen Vielfalt” abzulösen. Wir befürchten, dass dieser Erlass daher einer umfassenden Umerziehung unserer Kinder Tür und Tor öffnet.“

Bereits im Juli dieses Jahres attackierten die HOSI Salzburg und verschiedene Medien TeenSTAR. Daraufhin stellten mehrere SPÖ-Abgeordnete eine Anfrage an das Bildungsministerium, in dem unter anderem eine Überprüfung der Materialien von TeenSTAR gefordert wurde, die nun vom Bildungsministerium vorgenommen wird und bis Anfang Dezember abgeschlossen sein soll. Die Abgeordneten kündigten gestern bereits eine zweite parlamentarische Anfrage zu TeenSTAR an. Angeblich soll die Bildungsdirektion Salzburg die Durchführung der Workshops bereits untersagt haben.

Diözese Graz-Seckau distanziert sich von TeenSTAR

Dass der Angriff auf TeenSTAR ausgerechnet von kirchlicher Seite Schützenhilfe erhält, mag jedoch überraschen: In einer heutigen Pressemeldung der katholischen Diözese Graz-Seckau wird das eigene sexualpädagogische Projekt „Abenteuer Liebe“ vorgestellt und gegenüber TeenSTAR abgegrenzt. Die Leiterin Ingrid Lackner betont: „Sexuelle Bildung hat die Aufgabe, Jugendliche zu begleiten und zu bestärken, ihre eigene sexuelle Orientierung zu finden, zu akzeptieren und verantwortlich zu leben. (…) Wir distanzieren uns klar von den Inhalten und Haltungen, die bei ,TeenStar‘ zu Recht beanstandet wurden und fordern dazu auf, nicht alle sexualpädagogischen Projekte der katholischen Kirche reflexartig in ein Eck zu stellen.“ Und dabei bleibt es nicht: „Abenteuer Liebe“ orientiert sich eindeutig an der „Sexualpädagogik der Vielfalt“ und bewirbt LGBT-Gruppen, wie ein Blick auf Webseite und Facebook-Auftritt offenbaren. Ein Eingreifen von Bischof Dr. Wilhelm Krautwaschl braucht man sicherlich nicht zu erwarten, bedenkt man sein Grußwort zum diesjährigen CSD in Graz.

Unterstützung erhielt TeenSTAR jedoch bereits im Juli von ihrem Kooperationspartner, dem Institut für Ehe und Familie (IEF) der Österreichischen Bischofskonferenz. In der Pressemeldung heißt es, das IEF schätze und unterstütze die Arbeit des Vereins. IEF-Direktor Johannes Reinprecht ergänzte nun: „Nach unseren Erfahrungen und Überprüfungen ist das Angebot von TeenSTAR durchaus solide, positiv und wertorientiert und in keinster Weise diskriminierend. Mein Eindruck ist, dass es hier um Unterstellungen geht.“

Wertorientierte Sexualerziehung

TeenSTAR wurde Anfang der 1980er Jahre durch die österreichische Gynäkologin Dr. Hanna Klaus entwickelt und bietet weltweit Schulungen, sexualpädagogische Workshops in Schulen und Jugendgruppen und Fortbildungen für Eltern, Pädagogen und Ehepaare an. Laut eigenen Angaben soll ihr sexualpädagogisches Konzept im „Bereich von Entwicklung, Freundschaft, Liebe und Sexualität – auf der Basis des Fruchtbarkeitsbewusstseins – Orientierung“ bieten und dabei helfen, „die sich entwickelnde Sexualität in die Gesamtpersönlichkeit zu integrieren“.

Beim DemoFürAlle-Symposium „Sexualpädagogik der Vielfalt. Kritik einer herrschenden Lehre“ am 06. Mai 2017 in Wiesbaden stellte die Kursleiterin Karolin Wehler das Projekt TeenSTAR vor. Ebenso wird TeenSTAR in der Broschüre „Sexualpädagogik in Schule und Kita“ der Initiative Elternaktion als alternatives Aufklärungsprojekt für die Schule und zu Hause empfohlen.

8 thoughts on “Österreich: LGBT-Lobby bekämpft wertorientierte Sexualerziehung

  1. Teenstar….haben sie sich mal die Broschüre durchgelesen. Völlig tendenziös, Vorstellungen wie im viktorianischen England. Vater Mutter Kind als einzig erstrebenswerte Ziel. Wenn man so etwas auf Kinder los lässt, grausig.

  2. Pingback: TeenSTAR unter Homo-Beschuss | Kreidfeuer

  3. Der oben verlinkte „Grundsatzerlass Sexualpädagogik“ stammt – das könnte man dem jetzigen ÖVP-Bildungsminister Faßmann zugutehalten – noch aus der Zeit der Rotfeministin Heinisch-Hosek (2015). Über die HOSI-Salzburg-Webseite fand ich aber leider auch einen hochaktuellen Grundsatzerlass „Reflexive Geschlechterpädagogik und Gleichstellung“, für den Faßmann verantwortlich zeichnet:
    https://bildung.bmbwf.gv.at/ministerium/rs/2018_21.html (31.10./9.11.):
    … Die staatlichen Einrichtungen haben demnach die Verpflichtung, durch geeignete und präventive Maßnahmen auch im Bildungsbereich die Gleichstellung der Geschlechter zu fördern, insbesondere auch durch den Abbau von kulturell tradierten Geschlechterstereotypen und patriarchalen Rollenzuweisungen. …

    Ein Jammer!
    Danke für Ihre Arbeit!

  4. Da haben wohl nicht alle die gleichen Wertevorstellungen, wäre ja auch langweilig. Zum Glück ändern sich diese Dinge.

  5. Ich wohne in Bayern und habe mit dem Sexualpädagogischen Projekt MFM (My Fertility Matters), das auch werteorientiert ist und das von der katholischen Kirche unterstützt wird, sehr gute Erfahrungen gemacht. Es kommt alles darauf an, die Eltern zu gewinnen und die Lehrer davon zu überzeugen, dass dies eine Hilfe und Bereicherung für diesen heiklen Unterricht ist.
    Dass wegen Teenstar ein Medieninteresse aufgekommen ist, könnte helfen, den Blick auf weitere Alternativen in Punkto Sexualpädagogik zu lenken. Teenstar ist gut, aber sehr aufwendig und eher für katholischen Religionsunterricht geeignet. MFM ist auch für Andersgläubige oder für Kinder aus Elternhäusern geeignet, die zum Glauben auf Distanz stehen. Wir sollten alles daran setzen, den Gesprächsfaden mit den Schulen zu suchen. MFM bietet ein geeignetes Programm für alles Altersstufen, fördert die Wertschätzung vor den Vorgängen im weiblichen wie im männlichen Körper und den Respekt vor dem eigenen Körper.

  6. Alle Meldungen, die von der alternativen Seite zum Thema „Sexualerziehung“ kommen, vergewaltigen Andersdenkende. Man sich des Eindruckes nicht erwehren, dass es bei diesem Druck der „Vielfaltanhänger“ mehr um persönliche Vorlieben und nicht um eine Forderung nach Toleranz geht. Schlimm und gefährlich ist es, dass die Politik das Thema der persönlichen Freiheit einseitig in Richtung der „Neuen Sexualerziehung“ verschiebt, ohne zukünftige Entwicklungen und deren Bedeutungen für die gesamte Gesellschaft zu bedenken.

  7. Wie sich doch die Zeiten ändern. Früher lächelte auch ich manchmal über die Österreicher. Heute kann ich sie wegen ihrer politischen Weitsicht nur noch bewundern und meinen Hut vor der schwarz-blauen Koalition unter Bundeskanzler Kern ziehen. Und was hat Merkel außer ihrer Raute und dem unsäglichen Spruch „Wir schaffen das“, noch zu bieten?? Versagen und Unfähigkeit auf der ganzen Linie. Jetzt dürfen die Österreicher über Deutschland lächeln und eine Kanzlerin der die Wähler davonlaufen.

    • Ja, und jetzt wird z.Z. in Deutschland interessanterweise auch noch unheimlich diese Erpresserpartei (die “Grünen“) gehypt !
      Wir erinnern uns noch an die Wochen vor der letzten Bundestagswahl ?
      Diese Partei (Bündnis 90/Die Grüne), die die gesamte Politik in Deutschland mit dieser “Homo-Ehe“ erpresst hat.
      DAS haben diese “Grünen“ geschafft !